Unter den Kuppeln Deitingens

Marché-Schild vor dem geschwungenen Betonschalendach und der Glasfront der Raststätte Deitingen

Unter den ikonischen Beton-Kuppeln von Heinz Isler. Marché Deitingen ist kein gewöhnlicher Rastplatz, sondern ein Architektur-Denkmal. Unsere Aufgabe: Die Sanierung einer Ikone. Wir schufen ein Interieur-Konzept, das die denkmalgeschützte Substanz respektiert und gleichzeitig moderne Marktplatz-Gastronomie (Free-Flow) ermöglicht. Ein Dialog zwischen 60er-Jahre Beton-Brutalismus und frischer Kulinarik.

Hommage an Heinz Isler

Das Design ist eine Verbeugung vor der Architektur. Wir haben die organische Formensprache der Isler-Kuppeln aufgenommen und in das Mobiliar übersetzt. Runde Theken und fliessende Linienführung harmonieren mit dem Bestand, statt ihn zu dominieren.

Terrazzo-Tische vor cognacfarbener Ledersitzbank mit Zimmerpflanzen im Marché Deitingen
Getränkekühlschränke und Snackvitrine auf Holzgestellen vor der Lamellenwand im Marché Deitingen
Lounge mit olivgrüner Lederbank, senfgelben Kissen und Holzregal vor der Panoramaverglasung

Aufenthaltsqualität & Akustik

Betonhallen klingen oft kalt und laut. Durch den gezielten Einsatz von textilen Elementen, Polstermöbeln und warmem Holz haben wir die Akustik entschärft. So wurde aus einer Durchgangsstation eine Oase der Ruhe für Reisende an der A1.

Glasbausteinwand mit Lichtkante am geschwungenen Treppenhaus mit Holzhandlauf
Neonlinie schwingt über die rosa Fliesenwand, darunter Drehkreuze und Terrazzoboden
Weiter Gastraum in Deitingen: Palmenbeet hinter der Lederbank, Terrazzotische und Glasfront
Sichtbetonfassade mit rundem Fenster, dahinter das Betonbogendach der Raststätte Deitingen
Automatische Glasschiebetür im Metallportal, in der Glasfront spiegelt sich die Landschaft
Serpentinenförmige Metallbank und überdimensionale Leuchte zwischen Birken im Betonhof

Projekt-Insights: Gastronomie im Denkmal

Die Revitalisierung des Marché Deitingen Süd bewegte sich im Spannungsfeld zwischen denkmalpflegerischen Anforderungen und betrieblichen Abläufen. In enger Zusammenarbeit mit Marché – insbesondere mit Roman Baumann, der wesentlich in den Designprozess eingebunden war – wurde ein Innenarchitektur-Konzept entwickelt, das die charakteristischen Betonschalen von Heinz Isler respektiert und räumlich lesbar macht.


Das Design-Konzept: Beton, Betrieb, Atmosphäre

Um der starken Präsenz des Sichtbetons eine ausgewogene räumliche Qualität entgegenzusetzen, wurde mit gezielten grünen Elementen und natürlichen Materialien gearbeitet. Pflanzeninseln sowie Oberflächen aus Eiche und Leder ergänzen die bestehende Struktur, ohne mit ihr zu konkurrieren.

Die offene Küche (Front Cooking) stärkt Transparenz und Orientierung im Raum und unterstützt die gewünschte Lebendigkeit des Gastronomiebetriebs.

Der Mehrwert

Revitalisierung einer Ikone: Ein Design, das den Umsatz durch Atmosphäre steigert und ein Stück Schweizer Architekturgeschichte für die nächste Generation bewahrt.

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Durch Zurückhaltung. Wir bauten "Möbel in den Raum", ohne die historische Substanz zu verletzen. Alles ist reversibel und respektiert die ursprüngliche Geometrie.

Durch "weiche" Inseln. Polsterbänke mit hohen Rückenlehnen und akustisch wirksame Holzelemente brechen den Schall, ohne die offene Optik zu zerstören.

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