Vom Schlachthof zum Bio-Supermarkt

Brot- und Kaffeetheke mit drei Kupferleuchten, Kreidetafel und Brotfächern, Barista in Bewegung.

Vom Schlachthof zum Zero-Waste Paradies. Wohl die wenigsten denken bei einem alten Schlachthof an frische Bio-Produkte. Unsere Aufgabe: Die radikale Umnutzung einer Metzgerei in einen modernen Unverpackt-Laden. GALA verwandelte die dunklen Industrieräume in ein helles Einkaufserlebnis, das Nachhaltigkeit nicht nur verkauft, sondern durch Architektur erlebbar macht.

Radikale Umnutzung: Vom Blut- zum Bio-Supermarkt

Die Ironie des Ortes war die grösste Chance. Wir entkernten die alte Metzgerei komplett. Statt Kacheln und Kälte dominieren nun warme Farben und offene Strukturen, die den Raum mit neuem, nachhaltigem Leben füllen.

Käse- und Raclettevitrinen unter weissen Emailleleuchten, dahinter die Kreidetafel mit den Sorten.
Käsetheke unter Glas im Bio-Markt Tägerwilen, zwei Mitarbeitende in Schürzen dahinter.
Verkaufsfläche mit Obst- und Brotkisten, links die Fleischtheke, rechts Cafétische an der Fensterfront.

Lichtführung & Customer Journey

Wie führt man Kunden ohne Schilder? Durch Licht. Unser Konzept zieht Besucher intuitiv in den Laden (Nudging). Helle Akzente auf den Produkten und dunklere Decken schaffen Fokus, lenken den Laufweg und erhöhen die Entdeckerlust.

Brot- und Kaffeetheke mit drei Kupferleuchten, Kreidetafel und Brotfächern, Barista in Bewegung.
Lange Fleisch- und Wursttheke aus dunklem Holz mit Kühlvitrine und auberginefarbenen Leuchten.
Öl- und Essigflaschen im Metallregal und Weinkisten vor Fliesenwand mit Schriftzug «us de erde».

Hygiene trifft Naturmaterialien

Ein Spagat der Anforderungen: Unverpackt-Läden brauchen strenge Hygiene (HACCP), wollen aber Natürlichkeit ausstrahlen. Wir kombinierten pflegeleichte Oberflächen mit echtem Backstein und Holz, indem wir spezielle Versiegelungen entwickelten.

Cafébereich in Tägerwilen: Espressobar, Kupferleuchten und Holztische unter roher Betondecke.
Gemüsekisten mit Karotten und Kohl, dahinter die Fleischtheke im dunkel gehaltenen Marktraum.
Kilo + Gramm: Einmachgläser in der Holzkiste vor Trockenwaren-Regal und offener Backsteinnische.
Koch am offenen Feuer, Gewürzgläser auf Wandregalen und weisse Fliesen in der Schauküche.
Küche mit offener Feuerstelle: schwarze Fronten, Kombidämpfer und Terracottaboden.

Projekt-Insights: Zero-Waste Retail Design

Kilo + Gramm beweist, dass "Öko" nicht provisorisch aussehen muss. GALA Design entwickelte eine Corporate Architecture, die High-End Retail Standards auf das Zero-Waste Konzept überträgt. Durch die sensible Umnutzung (Adaptive Reuse) der Bestandsimmobilie sparten wir Ressourcen und schufen gleichzeitig eine einzigartige Story, die Kunden emotional bindet.


Das Design-Konzept: Nachhaltigkeit als Erlebnis

Wir haben die düstere Vergangenheit des Gebäudes nicht versteckt, sondern transformiert. Industrielle Elemente wurden gereinigt und mit biophilen Materialien (Holz, Pflanzen, Lehmputz) kombiniert. Das Ergebnis ist ein Raum, der "ehrlich" wirkt – genau wie die Produkte, die dort verkauft werden.


GALA Leistungen bei diesem Projekt:

  • Retail Strategie: Entwicklung eines Store-Konzepts, das Hygiene und Ästhetik vereint.
  • Adaptive Reuse: Nachhaltige Umnutzung eines Bestandsgebäudes (Graue Energie).
  • Lichtplanung: Verkaufspsychologische Lichtführung zur Steuerung der Customer Journey.
  • Materialisierung: Entwicklung spezieller Oberflächenbehandlungen für Naturmaterialien im Lebensmittelbereich.

Der Mehrwert

Vom "Schlachthof" zum "Lieblingsladen": Ein Design, das Berührungsängste abbaut, die Verweildauer erhöht und Nachhaltigkeit begehrenswert macht.

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Durch "Spuckschutz"-Lösungen aus Glas und abwaschbare, mattierte Oberflächen, die sauber, aber nicht steril wirken.

Die Umnutzung des Schlachthofs. Böden und Wände mussten tiefengereinigt und neu versiegelt werden, um den "Geist" der Metzgerei zu vertreiben.

Durch klare Zonierung (Dry Goods vs. Frische) und ein Lichtkonzept, das "tote Winkel" vermeidet und zum Stöbern anregt.

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