Sushi schmeckt man mit den Augen

Architectural interior design showcasing organic forms and natural light

Am Bahnhof Winterthur führt kein Weg mehr an diesem Highlight vorbei. Unser Design-Konzept serviert dem Sehsinn noch vor dem Gaumen etwas Leckeres. Mitten im Pendlerstrom schufen wir eine "Urbane Oase", die Effizienz mit japanischer Ästhetik verbindet. Ein Raum, der den Spagat zwischen schnellem Take-Away und entspanntem Dining meistert.

Inszenierung der Frische

Sushi ist Kunst. Wir haben die Theke zur Bühne gemacht. Durch gezieltes Lichtdesign (hoher CRI-Wert) und dunkle Kontrast-Hintergründe strahlen die Produkte. Das zieht Blicke an und steigert nachweislich den Impulskauf im Vorbeigehen.

Intro image 1
Intro image 2
Intro image 3

Aufenthaltsqualität am Bahnhof

Bahnhöfe sind oft hektisch. Unser Ziel: Entschleunigung. Die Betreiber (FWG) wollten, dass Take-Away zum Erlebnis wird. Bequeme Sitznischen und schallabsorbierende Materialien laden dazu ein, den Zug auch mal zu verpassen und zu geniessen.

Intro image 1

Design-Konzept: Bakumatsu Ära

Ein Spannungsfeld aus Industrie-Chic und Tradition. Das Design zitiert die Bakumatsu-Epoche (Japans Öffnung zum Westen). Roher Beton trifft auf feines Holzgitterwerk (Kumiko) und schafft eine Atmosphäre, die Winterthur kurz vergessen lässt.

Intro image 1
Intro image 2
Intro image 1

Projekt-Insights: Sushi-Takeaway als urbane Transit-Architektur

Für die Negishi Sushi Bar im Bahnhof Winterthur entwickelten wir ein Innenarchitektur- und Markenkonzept, das bewusst aus der Logik des Ortes heraus entsteht: Transit, Geschwindigkeit und Verdichtung. Die gestalterische Storyline verortet sich im Japan der frühen Industrialisierung, einer Zeit des Umbruchs zwischen handwerklicher Tradition und technologischem Fortschritt – ergänzt durch englische Industrie-Einflüsse, wie sie über den Eisenbahnbau nach Japan gelangten.

Der Raum erzählt diese Geschichte konsequent über Materialität, Details und Funktion.


Design-Narrativ: Eisenbahn, Energie, Effizienz

Backsteinwände zitieren die industrielle Architektur europäischer Bahnhöfe und bilden den robusten Rahmen für das Take-away-Konzept. Zentrale Funktionselemente sind bewusst als Infrastrukturobjekte inszeniert:

Der Kühler für fertig verpackte Sushi-Boxen ist in eine Zugwaggon-Beplankung gefasst, die Take-away-Stationen erinnern formal an elektrische Stromschaltkästen, während die Übergabestation als transparente Bahnhoffassade aus Glas gestaltet ist – klar, funktional und hochfrequentiert.

Der Warte- und Stehbereich greift das Bahn-Narrativ weiter auf: Sitz- und Ablageelemente aus gestapelten Gleisschwellenhölzern erzeugen eine rohe, ehrliche Atmosphäre und verankern das Projekt visuell wie haptisch im Kontext der Eisenbahn.


Funktionalität im Fokus: Hochfrequenz auf kleinster Fläche

Der Standort ist konsequent auf maximale Geschwindigkeit und minimale Reibung ausgelegt. Pickup-Services wie Uber Eats und andere Delivery-Anbieter können Bestellungen ohne Kreuzungen oder Verzögerungen abholen, während Kundinnen und Kunden direkt bestellen oder vorbereitete Produkte aus dem Kühler entnehmen.

Bewusst wurde auf klassische Sitzplätze verzichtet – stattdessen gibt es eine Stehbar, die kurze Aufenthalte unterstützt und den schnellen Durchfluss gewährleistet.


Ganzheitliche Umsetzung

Von der Gastro- und Ablaufplanung über Innenarchitektur, Materialisierung, Möbel-Massanfertigungen bis hin zu Grafik, Signaletik und Markenkonzept wurde das Projekt vollständig aus einer Hand entwickelt. Das Resultat ist ein hochfunktionaler Take-away-Standort, der trotz minimaler Fläche eine starke Identität besitzt und den Bahnhof nicht nur bedient, sondern erzählerisch erweitert.



Der Mehrwert

Schnellere Abläufe, reibungslosere Prozesse und eine stärkere Marke im Raum – mit einem Design, das dem hohen Gästeaufkommen standhält.

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Typische Projekte in dieser Grösse (Systemgastronomie) benötigen ca. 4–6 Monate. Für Negishi Winterthur war eine besonders enge Taktung nötig, um den Bahnhofsbetrieb nicht zu stören.

Grafik, Signaletik und Architektur wurden als zusammenhängendes System entwickelt. Funktionen sind räumlich ablesbar, nicht erklärungsbedürftig. Die Gestaltung führt Nutzer intuitiv durch den Prozess – vom Eintreten über Bestellung und Abholung bis zum Verlassen des Raums.

Der Standort ist auf kurze Aufenthaltsdauer ausgelegt. Eine Stehbar ermöglicht Konsum ohne Blockade der Fläche und unterstützt den schnellen Umschlag. Der Raum bleibt in Bewegung – passend zur Logik des Ortes und der Marke.

Nächstes Projekt

Opera Watches

Opera Watches

15-min intro call to map your goals

Konzept, Planung, gestalterische Bauleitung