Branding & visuelle Kommunikation

Wir entwickeln und integrieren Branding- und Kommunikations­elemente im Raum, um Innenarchitekturprojekte inhaltlich, visuell und konzeptionell zu einem konsistenten Gesamtbild zu verbinden.

Junge ruft in ein rotes Megafon — Sinnbild für Marke und Kommunikation im Raum

was wir liefern

Eine Marke entsteht nicht am Bildschirm, sondern dort, wo Menschen ihr begegnen: im Ladenlokal, im Gastraum, am Empfang, auf dem Weg zum Sitzungszimmer. Was ein Logo verspricht, muss der Raum halten – in Proportion, Material, Licht und Führung. Genau an dieser Nahtstelle arbeiten Branding und visuelle Kommunikation im öffentlichen Innenraum: dort, wo eine Marke Identität zeigt, Orientierung gibt und wiedererkennbar wird.

Der Fachbegriff dafür ist Corporate Architecture – die Übersetzung einer Marke in gebauten Raum. Sie wirkt nie isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit Raum, Nutzung und Atmosphäre. Es geht dabei nicht um klassische Markenführung im Sinne von Werbung, sondern um die räumliche Übersetzung von Inhalten, Haltung und Strategie: Signaletik und Leitsystem, Materialsprache, Typografie und Farbwelt, Grafik am Bau, die Auslage im Schaufenster als erste Sichtachse.

GALA Design entwickelt diese Systeme aus der Innenarchitektur heraus, nicht daneben. Wir arbeiten für Auftraggeber in der ganzen Schweiz – im Retail und Ladenbau, in der Gastronomie, in Hotellerie und Arbeitswelt.

Junge ruft in ein rotes Megafon — Sinnbild für Marke und Kommunikation im Raum

Retail und Ladenbau: die Marke im Verkaufsraum

Im Verkauf entscheidet Gestaltung in Sekunden. Das Schaufenster stellt die erste Frage, der Grundriss gibt die Antwort, und die Marke muss beides tragen. Retail Design heisst darum, Warenträger, Beleuchtung, Kommunikationsflächen und Wegführung so zu denken, dass sie dieselbe Sprache sprechen wie Typografie und Farbwelt – und dass ein Kunde ohne Anleitung versteht, wo er ist und was ihn erwartet.

Wie unterschiedlich diese Sprache ausfallen darf, zeigen unsere Projekte. Für Photo Vision Zumstein haben wir 2025 zwei Standorte gestaltet, in Zürich und in Bern – derselbe Auftraggeber, zwei bewusst unterschiedliche Antworten: der eine Laden macht Fotografie über Licht und Farbe erlebbar, der andere führt die Marke über zwei Geschosse ruhig und präzise. Opera Watches am Zürcher Seefeld arbeitet mit der Zurückhaltung und Präzision, die das Produkt verlangt, die Vinothek Brancaia mit Materialität und Erzählung. Kilo + Gramm in Tägerwilen macht ein Verkaufsprinzip – unverpackt – gestalterisch lesbar. Brand Sport in Gstaad, Smokee, Die Neue Alte Apotheke in Aarau und der Migrolino Hub in Spreitenbach folgen je einer eigenen Logik, aber demselben Anspruch: Der Raum erklärt die Marke, nicht ein Plakat.

Das Shoppi Tivoli ist der Sonderfall in dieser Reihe. Dort haben wir 2025 kein Ladenlokal gestaltet, sondern ein Weihnachtskonzept – visuelle Kommunikation auf Zeit, die eine Erzählung durch eine öffentliche Fläche trägt und danach wieder verschwindet.

In der Umsetzung arbeiten wir mit ausführenden Ladenbau-Betrieben zusammen.


Gastronomie und Hospitality: Marke im Raum, die den Gast trägt

In der Gastronomie ist die Marke kein Zeichen an der Wand, sondern ein Versprechen über den Abend. Sie steht im Licht, in der Sitzhöhe, im Geräuschpegel, in der Reihenfolge der Wege. Visuelle Kommunikation hat hier eine doppelte Aufgabe: Sie muss das Konzept auf einen Blick verständlich machen – Selbstbedienung oder Service, schnell oder lang – und gleichzeitig die Stimmung tragen, die den Gast bleiben lässt.

Für Negishi Basel haben wir einen bestehenden, gut eingeführten Standort erneuert: ein Facelift im Bestand, das den Auftritt über eine Erzählung neu auflädt, statt nur Möbel zu tauschen. Nooch Barfi Basel verbindet zwei schlauchförmige Altbauflächen zu einem Gastraum, der den Bruch nicht kaschiert, sondern erzählt. Marché Deitingen Süd an der A1 steht für einen Betrieb, der Durchreisende in Minuten orientieren muss, das Coop Restaurant in Aarau für Gastronomie im Handelsumfeld, wo zwei Markenwelten aufeinandertreffen, ohne sich zu widersprechen. Die Cafeteria ZAHA in Lausanne beantwortet eine eigene Aufgabe: hohe Frequenz und hohe Aufenthaltsqualität im selben Raum.

Für die Hotellerie gilt die gleiche Logik über mehr Räume und eine längere Verweildauer. Was die Signaletik am Eingang verspricht, muss der Weg durch das Haus einlösen. Beim Hotel La Senda in Zuoz haben wir den Namen, die Storyline und die konzeptionellen Grundlagen für das räumliche Gästeerlebnis entwickelt – ein Haus ohne klassische Rezeption, in dem Orientierung ohne Personal funktionieren muss. Die weitere gestalterische Ausarbeitung entstand im Zusammenspiel mit der Bauherrschaft und den beteiligten Gestaltungspartnern.



Filialkonzepte für mehrere Standorte

Ein Konzept, das an einem Ort funktioniert, ist noch kein System. Erst wenn es sich auf den zweiten und dritten Standort übertragen lässt – andere Fläche, anderer Grundriss, anderes Publikum –, wird aus Gestaltung ein Filialkonzept. Dafür braucht es Regeln statt Kopien: definierte Materialien, wiedererkennbare Möbelfamilien, eine Signaletik mit festen Prinzipien und genug Spielraum für die Eigenheiten des einzelnen Lokals.

Für Negishi haben wir drei Standorte gestaltet – Winterthur 2022, Basel 2023 und Zürich HB 2025 –, für Photo Vision Zumstein zwei im selben Jahr. Ein Auftraggeber, der ein zweites und ein drittes Mal kommt, hat das Konzept im Betrieb geprüft: an der Kasse, in der Reinigung, bei der ersten Anpassung nach Jahren. Dort entscheidet sich, ob ein Markenraum trägt – nicht auf den Bildern.

Wer ein Konzept über mehrere Filialen führen will, braucht deshalb weniger ein Musterlokal als ein Regelwerk: ein Gestaltungshandbuch, das beschreibt, was fix bleibt, was variiert und wer im Zweifelsfall entscheidet.


Bürogestaltung und Arbeitswelten mit eigener Identität

Im Büro wird Markenidentität meist zuletzt gedacht – nach Flächeneffizienz, Akustik und Möbelkatalog. Das ist eine verpasste Gelegenheit, denn kein anderer Raum wird von den eigenen Leuten so oft gelesen. Ein Bürokonzept, das die Marke aufnimmt, arbeitet mit Zonierung, Materialwechsel, Beschriftung und Bildsprache statt mit einem Logo an der Wand: Der Empfang sagt, wer hier arbeitet, die Zonen sagen, wie hier gearbeitet wird.

Für Westhive in Zug haben wir eine Coworking-Fläche gestaltet. Bei einem Anbieter, dessen Produkt der Raum selbst ist, wird die Markenfrage vom Angebot selbst gestellt. Das 007 Private Office zeigt die Gegenposition: ein Büro aus zwei Räumen, präzise auf eine Arbeitsweise und auf Diskretion zugeschnitten. Beide Aufgaben beantworten wir aus der Marke heraus, nicht aus dem Katalog.


Vom Markenkern zum Detail: wie wir vorgehen

Am Anfang steht kein Entwurf, sondern eine Klärung: Was soll dieser Ort über die Marke sagen, und woran wird sich messen lassen, ob er es sagt? Aus dieser Frage entsteht eine Leitidee, die wir an Raum, Nutzung und Betrieb prüfen, bevor eine Linie gezogen wird.

Danach arbeiten wir in vier Schritten. Erstens Analyse und Positionierung: bestehende Marke, Zielgruppe, Umfeld, Betriebsablauf. Zweitens das Konzept – Leitidee, Materialsprache, Farbwelt, Typografie und die Prinzipien der Signaletik als ein zusammenhängendes System, nicht als Sammlung von Einzelteilen. Drittens der Entwurf am konkreten Grundriss, mit Kommunikationsflächen, Leitsystem und Grafik am Bau genau an den Stellen, an denen sie gebraucht werden. Viertens die Begleitung der Umsetzung, damit das Konzept in der Ausführung nicht verwässert.

Wie weit die Leistung reicht, entscheidet das Projekt. Sie kann ein Signaletik- und Leitsystem innerhalb eines bestehenden Brandings sein, die Ergänzung und Weiterentwicklung vorhandener grafischer Elemente oder – im Rahmen eines neuen Konzepts – ein Vorschlag für ein Rebranding. Am Ende stehen Grundlagen, mit denen weitergearbeitet werden kann: Unterlagen, die ein bestehendes Marken- oder Kommunikationsteam übernehmen und vertiefen kann. Ziel bleibt ein roter Faden durch Raum, Gestaltung und Kommunikation – konsistent, betrieblich tragfähig und Teil derselben Innenarchitektur, aus der er entsteht.


Von der Hardturmstrasse aus

Unser Büro liegt an der Hardturmstrasse in Zürich, in einem Quartier, das sich vom Industrieareal zur Adresse entwickelt hat – ein gutes Anschauungsobjekt dafür, wie stark gebauter Raum eine Identität prägt. Von hier aus arbeiten wir für Auftraggeber in Bern, Basel, Winterthur, Aarau, Spreitenbach, Gstaad, Lausanne und London.

Wenn Sie ein Ladenlokal, einen Gastraum, ein Hotel oder eine Arbeitswelt vor sich haben und die Marke darin nicht nur sichtbar, sondern spürbar sein soll, beginnt es unkompliziert: mit einem Gespräch über das Vorhaben, den Ort und den Zeitraum. Meist zeigt sich schon darin, ob wir die richtigen Partner dafür sind – und was ein sinnvoller erster Schritt wäre.

15-minütiges Intro-Gespräch zur Zieldefinition

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