Spezialleistungen & Innovation
Wir bieten innovative Speziallösungen, die durch kreatives Design und modernste Technologien nachhaltige Mehrwerte schaffen.

was wir liefern
Ein Raumkonzept beweist sich nicht am ersten Standort, sondern am zweiten. Was einmal gelingt, kann Zufall sein – was sich wiederholen lässt, ist Konzept. Genau dort beginnt für uns die Spezialleistung: wo ein Raum nicht nur gestaltet, sondern übertragbar gemacht werden muss.
GALA Design entwickelt Rollout- und Filialkonzepte für den Ladenbau in der Schweiz und Raumlösungen für Aufgaben, die aus dem gewohnten Ablauf herausfallen – Flagship-Auftritte, temporäre Formate, eigene Möbel- und Ausbauteile. Der gemeinsame Nenner ist nicht die Bauaufgabe, sondern der Anspruch: Es gibt keine erprobte Vorlage, und das Ergebnis muss trotzdem verlässlich sein.
Wir arbeiten dafür in zwei Richtungen. In die Tiefe, indem wir am Prototyp so lange prüfen, bis Grundriss, Material und Detail belastbar sind. Und in die Breite, indem wir das Geprüfte in ein System übersetzen, das andere Flächen, andere Standorte und andere Betreiber trägt. Unsere Projekte in Zürich, Basel, Bern, Winterthur, Aarau, Lausanne, Gstaad und London sind aus dieser Haltung entstanden.
Ladenbau und Rollout: vom ersten Standort zum Filialnetz
Ein Filialkonzept hat zwei Adressaten. Den Gast, der jeden Standort als denselben Ort erkennt. Und den Betreiber, der ihn ein zweites, drittes und viertes Mal bauen muss – schneller, günstiger und ohne Qualitätsverlust. Beides zusammen geht nur, wenn im ersten Projekt bereits entschieden ist, was Identität trägt und was Standort bleibt.
Für die Gastronomiekette Negishi haben wir drei Standorte realisiert: Negishi Winterthur (2022), Negishi Basel (2023) und Negishi Zürich HB (2025). Für Photo Vision Zumstein zwei Fachgeschäfte in Zürich und Bern, beide 2025. Das sind Auftraggeber, die wiedergekommen sind – der Beleg, den ein Entwurf allein nicht liefert.
Was in einem solchen Prozess entsteht, ist mehr als ein Entwurf: ein Set aus Materialkanon, Möbel- und Ausbautypen und Beschriftungsregeln, das sich an unterschiedliche Grundrisse anpassen lässt, ohne neu erfunden zu werden. Eine Fläche im Bahnhof verhält sich anders als ein Ladenlokal an der Strasse und anders als eine Einheit im Einkaufszentrum. Das System muss diese Unterschiede aufnehmen, nicht gegen sie arbeiten.
Retail Design: wenn jeder Meter bewirtschaftet ist
Retail Design entscheidet über Wege, Blickachsen und Verweildauer, bevor es über Farbe entscheidet. Auf einer Verkaufsfläche trägt jeder Meter Ware, Beratung und Nachschub – und er soll trotzdem einladen. Unsere Aufgabe ist, diese Ansprüche in eine Ordnung zu bringen, die im täglichen Betrieb hält.
Die Bandbreite zeigt sich an den Aufgaben. Photo Vision Zumstein verbindet Produktinszenierung mit Markenpräsentation, in Bern über zwei Etagen. Smokee (2025) ist ein Retailkonzept, das aus einem Verkaufsraum einen Treffpunkt macht. Kilo + Gramm in Tägerwilen (2019) wurde aus einer Metzgerei zum Biomarkt mit Hofladen-Charakter. Die Neue Alte Apotheke in Aarau (2023) führt Bestand und Gegenwart zusammen. Der Migrolino Hub in Spreitenbach (2024) bringt Verkauf, Verpflegung und Durchgangsverkehr zusammen – mit einer Signaletik, die für weitere Standorte angelegt ist. Und für Shoppi Tivoli in Spreitenbach (2025) haben wir ein temporäres Weihnachtskonzept entwickelt, das die Besucher durch eine Erlebniswelt führt.
Vinothek Brancaia (2022) und Opera Watches (2018) stehen für den anderen Pol: Produktpräsentation, hoher Warenwert, ruhige Präsenz. Auch das ist Verkaufsraumgestaltung – nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
Flagship und Boutique: die Marke in konzentrierter Form
Ein Flagship ist kein grösserer Laden, sondern ein anderes Versprechen. Es zeigt die Marke in ihrer stärksten Form – und wo eine Kette folgen soll, muss es zugleich offenlegen, was von dieser Form in kleinerer Ausführung übrig bleibt. Wir entwerfen darum von Beginn an mit der doppelten Frage: Was ist Geste, was ist Regel?
Crimson Whisper in Soho, London (2024) ist unser Projekt für diesen Anspruch im High-End-Bereich – eine Boutique, in der Material, Licht und Proportion die Wirkung tragen. Brand Sport in Gstaad (2025) überträgt dieselbe Präzision auf den Sportfachhandel, wo Ware in Menge sichtbar sein muss und der Raum trotzdem nicht laut werden darf.

Gastronomie: Gestaltung, die den Betrieb kennt
In der Gastronomie ist Innenarchitektur Teil des Betriebs. Wegbreiten, Küchenanbindung und Akustik entscheiden mit darüber, wie ein Abend läuft – Gestaltung, die den Ablauf ignoriert, wird im ersten Betriebsmonat korrigiert. Wir planen Atmosphäre und Ablauf deshalb gemeinsam, nicht nacheinander.
Sieben Gastronomieprojekte belegen das über sehr verschiedene Formate: Negishi in Winterthur, Basel und am Zürcher Hauptbahnhof als Kettenkonzept, Nooch Barfi in Basel (2025) als städtischer Einzelstandort, Marché Deitingen Süd an der A1 (2024) als Verpflegung im Autobahntakt, das Coop Restaurant in Aarau (2025) als Gastronomie im Handelsumfeld und die Cafeteria ZAHA in Lausanne (2022) als Verpflegungsort innerhalb eines grösseren Gebäudes.
Ein Kettenkonzept, eine Raststätte und eine Cafeteria stellen unterschiedliche Fragen an Material, Reinigung und Robustheit. Wer alle drei realisiert hat, kennt die Antworten, bevor sie im Betrieb zum Problem werden.
Hotel und Arbeitswelt: Wirkung über die Dauer
Im Hotel und in der Arbeitswelt wirkt Gestaltung über die Dauer. Wer eine Nacht bleibt oder acht Stunden arbeitet, nimmt einen Raum anders wahr als ein Gast, der zwanzig Minuten bleibt: Licht, Akustik und Rückzug werden wichtiger als der erste Eindruck.
Für das Hotel La Senda in Zuoz entwickeln wir die Innenräume gemeinsam mit Projektpartnern. In der Arbeitswelt steht Westhive Zug für ein Coworking-Konzept, in dem sich wechselnde Nutzer täglich neu orientieren müssen, und das 007 Private Office für das Gegenteil: ein Raum, der einer einzigen Handschrift folgt.
Wir nennen in diesem Feld, was realisiert ist – nicht, was möglich wäre.
Wie ein Konzept übertragbar wird
Am Anfang steht die Analyse: Fläche, Nutzung und Betriebsablauf. Daraus entsteht ein Konzept, das wir am ersten Standort vollständig durchplanen – Grundriss, Material und Licht, dazu Möblierung, Beschriftung und Detail. Der Aufwand liegt bewusst hier, weil jede Entscheidung dann nur ein einziges Mal getroffen werden muss.
Wo der Auftraggeber es will, prüfen wir das Ergebnis nach der Eröffnung am Betrieb: Was hält, was verschleisst, was die Mitarbeitenden von selbst umstellen. Danach übersetzen wir das Konzept in eine Rollout-Grundlage mit Typen, Regeln und Toleranzen. Auf ihr entstehen weitere Standorte mit geringerem Planungsaufwand.
Wo die Aufgabe es verlangt, entwickeln wir eigene Möbel und Bauteile und erproben Materialien, bevor sie in ein Projekt gehen. Auch ein temporäres Format lässt sich so aufsetzen, dass aus der befristeten Fläche ein belastbarer Vorversuch für den festen Standort wird.
Eine Abgrenzung gehört von Beginn an dazu: GALA Design plant und führt, produziert aber nicht. Wir schreiben aus, vergeben und kontrollieren die Ausführung mit ausgewählten Werkstätten und Unternehmern.
Vom Studio an der Hardturmstrasse zur Baustelle
Unser Studio liegt an der Hardturmstrasse 161 in Zürich, nah genug an den meisten unserer Schweizer Projekte, um auf der Baustelle zu sein und nicht nur im Protokoll. Für Auftraggeber in der Stadt heisst das kurze Wege beim Umbau von Ladenlokalen und Restaurants; für Projekte in Basel, Bern, Aarau, Lausanne oder Gstaad dieselbe Präsenz mit etwas mehr Reisezeit.
Wer einen ersten Standort plant und dabei schon an den fünften denkt, sollte früh das Gespräch suchen – vor der Flächenzusage, nicht danach. Ein erstes Telefonat genügt, um zu klären, ob die Aufgabe zu uns passt, welcher Weg der kürzere ist und was der erste Standort realistisch braucht.
15-minütiges Intro-Gespräch zur Zieldefinition



