Konzeption & Entwurf

Wir entwickeln funktionale Raumkonzepte und Entwürfe für öffentliche Innenräume, die Nutzung, Abläufe und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenführen.

Junge in Knickerbockern greift nach einem roten Doppeldecker — Bildsprache GALA Design

was wir liefern

Konzeption und Entwurf im öffentlichen Innenraum bedeuten weit mehr, als Flächen zu gestalten. Bevor ein Raum eine Handschrift bekommt, muss er funktionieren – für Gäste, für Mitarbeitende, für den Betreiber, der ihn jahrelang führt. Restaurants, Bars, Läden und Arbeitswelten leben von Entscheidungen, die später niemand mehr sieht: wo der Eingang liegt, wie ein Weg geführt wird, welche Fläche Ertrag bringt und welche nur Platz kostet. Genau dort setzt unsere Arbeit an.

GALA Design entwickelt Raumkonzepte und Entwürfe für Geschäftsräume – für Handel, Gastronomie, Hospitality und Arbeitswelten. Wir übersetzen Nutzung, Marke und betriebliche Realität in eine klare räumliche Struktur: Zonierung, Wegführung, Sichtachsen, Möblierung, Licht. Aus Zürich heraus arbeiten wir für Auftraggeber in der ganzen Schweiz, und wir denken den Entwurf immer bis zur Umsetzbarkeit – weil ein Konzept, das sich nicht bauen und nicht betreiben lässt, kein Konzept ist, sondern ein Bild.


Ladenbau: das Konzept vor dem Innenausbau

Im Ladenbau entscheidet die Konzeption über die Wirtschaftlichkeit der Fläche. Ein Verkaufsraum muss Ware führen, Wege lenken und Kaufentscheidungen zulassen, ohne den Kunden zu drängen. Wir arbeiten deshalb von der Warenlogik nach vorne: Welche Sortimente tragen den Umsatz, welche brauchen Beratung, welche verkaufen sich im Vorbeigehen. Daraus entstehen Zonierung, Präsentationsflächen, Kassenzone und Lagerlogik – und erst danach Material, Farbe und Licht.

Für Photo Vision Zumstein haben wir zwei Standorte entwickelt, in Zürich und in Bern, beide 2025 – ein Auftraggeber, zwei Lagen, zwei eigene Antworten. Bei Opera Watches im Zürcher Seefeld (2018) und in der Vinothek Brancaia (2022) stand die Beratungssituation im Verkaufsraum im Zentrum. Smokee Zürich (2025) und Brand Sport Gstaad (2025) sind Ladenkonzepte an sehr unterschiedlichen Lagen, Stadt und Bergort. Kilo + Gramm in Tägerwilen (2019) zeigte, wie stark ein Betriebsmodell den Grundriss bestimmt; Die Neue Alte Apotheke in Aarau (2023) gehört ebenso in diese Reihe. Der Migrolino Hub in Spreitenbach (2024) steht für Flächen mit hoher Frequenz, auf denen Orientierung über alles entscheidet. Und für Shoppi Tivoli in Spreitenbach (2025) entstand eine Weihnachtsinszenierung im Einkaufszentrum – kein Verkaufsraum, sondern ein Erlebnisraum auf Zeit.


Gastronomie: wenn der Entwurf zum Betriebsplan wird

In der Gastronomie ist der Entwurf ein Betriebsplan. Sitzplatzzahl, Servicewege, Bar- und Küchenanbindung, Nebenräume – jede dieser Entscheidungen wirkt in jedem Service. Wir prüfen im Entwurf, wie viele Gäste eine Fläche tatsächlich trägt, ohne dass Nähe zur Enge wird, und wie das Personal arbeitet, ohne durch den Gastraum zu kreuzen. Ein Umbau in der Gastronomie heisst dabei fast immer, mit Bestand, Technik und Lüftung umzugehen, die nicht frei wählbar sind.

Für Negishi haben wir drei Standorte gebaut: Winterthur (2022), Basel (2023) und Zürich HB (2025). Ein Auftraggeber, der zweimal wiederkommt, sagt über ein Konzept mehr als jede Beschreibung. Ebenfalls 2025 entstand Nooch Barfi in Basel. Mit dem Marché Deitingen Süd an der A1 (2024) und dem Coop Restaurant in Aarau (2025) arbeiteten wir an Flächen, die täglich viele Gäste in kurzer Zeit aufnehmen. Die Cafeteria ZAHA in Lausanne (2022) zeigte, wie eng Verpflegung und Aufenthalt zusammengehören, wenn dieselben Menschen einen Raum täglich nutzen.


Hospitality: Räume, an die sich Gäste erinnern

In der Hospitality entscheidet der Entwurf über etwas, das sich schwer messen lässt: ob ein Gast wiederkommt. Ankunft, Aufenthalt, Zimmer – die Übergänge zwischen diesen Situationen tragen die Erinnerung an einen Ort stärker als jedes einzelne Möbel. Wir konzipieren diese Abfolge als Dramaturgie und prüfen sie gleichzeitig betrieblich: Wo steht Personal, wo entstehen Wartezeiten, welche Fläche verdient Aufmerksamkeit und welche Ruhe.

Am Konzept für das Hotel La Senda in Zuoz im Engadin haben wir mitgewirkt. In dasselbe Feld gehört der Beach Club auf Mykonos. Crimson Whisper im Londoner Soho (2024) ist eine High-End-Boutique, in der dieselbe Frage zählt: ob ein Raum in Erinnerung bleibt. Atmosphäre ist hier die eigentliche Leistung – und sie entsteht früh, im Entwurf, nicht später in der Dekoration.


Arbeitswelten: Entwurf statt Möbelliste

Bei Büros beginnt die Konzeption mit der Frage, wofür Menschen überhaupt noch ins Büro kommen. Die Antwort entscheidet über das Verhältnis von Konzentration, Austausch und Repräsentation – und damit über den Grundriss. Wer Büroplanung bei der Möblierung beginnt, bekommt eine Einrichtung, aber keinen Raum. Wir arbeiten umgekehrt: erst Nutzung und Zonierung, dann Akustik, Licht und Materialisierung, zuletzt das Mobiliar.

Westhive Zug haben wir als Coworking-Fläche konzipiert, in der fremde Firmen nebeneinander arbeiten, ohne sich zu behindern – ein Programm, das Zonierung und Akustik gleichzeitig fordert. Das 007 Private Office stand am anderen Ende: ein privates Büro, das Anspruch und Diskretion tragen muss. Beide Aufgaben beginnen an derselben Stelle, bei der Frage, welche Tätigkeit welchen Raum braucht – und welche keinen eigenen.


Vom Raumkonzept zur Entwurfsplanung: unser Vorgehen

Der Weg ist in fünf Schritten immer derselbe, unabhängig vom Segment. Am Anfang steht die Analyse: Nutzungsanforderungen, Zielgruppen, Frequenzen und betriebliche Rahmenbedingungen, dazu eine Bestandsaufnahme der Fläche. Danach untersuchen wir die Frequenz, also Besucher- und Mitarbeiterströme, Bewegungsmuster, Aufenthaltszonen und Übergänge. Aus beidem leiten wir die Zonierung ab: öffentliche, halböffentliche und interne Bereiche werden logisch getrennt und funktional aufeinander abgestimmt. Im vierten Schritt definieren wir die Abläufe, also Servicewege, Back-of-House-Strukturen und die Schnittstellen zwischen Mitarbeitenden und Gästen. Am Ende steht die Machbarkeit: Wir prüfen den Entwurf auf technische, räumliche und betriebliche Umsetzbarkeit, bevor er zur Grundlage weiterer Planung wird.

Was der Auftraggeber erhält, ist keine Stimmungssammlung, sondern eine belastbare Entwurfsgrundlage: Grundriss und Zonierung, Wegführung, Möblierungskonzept, Material- und Lichtansatz sowie eine klare Aussage zur Umsetzbarkeit. Auf dieser Basis lässt sich entscheiden, kalkulieren und weiterplanen – in der gestalterischen Ausarbeitung der Innenarchitektur und in der technischen Planung und Umsetzung.


Aus Zürich in die ganze Schweiz

Unser Büro an der Hardturmstrasse 161 ist der Ausgangspunkt; gearbeitet wird dort, wo die Fläche liegt – in Gstaad, Aarau, Spreitenbach, Basel, Lausanne oder Tägerwilen. Die Nähe hilft, aber sie ist nicht der Punkt. Was zählt, ist die Bereitschaft, früh die richtigen Fragen zu stellen, statt spät teure Antworten zu korrigieren. Ein Entwurf, der Nutzung, Wirkung und Machbarkeit zusammenhält, kostet in der Konzeptionsphase Zeit und spart sie in der Ausführung.

Wenn ein Vorhaben ansteht – ein Ladenlokal, ein Restaurant, eine Fläche, deren Nutzung noch offen ist –, lohnt sich ein Gespräch, bevor Entscheidungen fallen. Fünfzehn Minuten genügen meist, um zu klären, worum es tatsächlich geht und ob wir dafür die Richtigen sind.

15-minütiges Intro-Gespräch zur Zieldefinition

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