Marché-Ausgabetheke mit Holzrelief-Front, Sichtbetondecke und offenen Lüftungsrohren
Ausgabetheke aus Sperrholz mit Schild «Make your own bowl» und Jutebehaengen in der Cafeteria ZAHA
Gemeinschaftstische aus Eiche mit weissen Stühlen unter offener Rohrdecke in Aarau

Was unsere Gastronomieprojekte verbindet, ist der Massstab: nicht das Eröffnungsbild, sondern das dritte Betriebsjahr. Ob Oberflächen die tägliche Reinigung aushalten, ob die Akustik ein Gespräch zulässt und ob der Betrieb auch am Samstagabend flüssig läuft, zeigt sich erst im Alltag – wir planen von dort her rückwärts. So sind Gastrobetriebe in Zürich, Winterthur, Basel, Aarau, Deitingen an der A1 und Lausanne entstanden.

Innenarchitektur für Gastronomie beginnt mit der Gastroplanung

Restaurant-Innenarchitektur Nooch Barfi Basel: Holzbogen, Blumentapete und Bistrostühle im Séparée

Innenarchitektur für Gastronomie ist zuerst Betriebsplanung, dann Gestaltung. Ein Restaurant verdient in der Stunde, in der es voll ist – wie viele Gäste die Fläche dann aufnimmt und ob das Personal den Gastraum kreuzen muss, entscheidet über die Wirtschaftlichkeit, bevor es um Möbel geht. Deshalb klären wir Sitzplatzzahl, Servicewege, Küchenanbindung und Anlieferung im Entwurf; im Betrieb lässt sich das nur noch teuer korrigieren.

Beim Nooch Barfi in Basel (2025) holen Lieferdienste über einen separaten Raum ab, ohne den Gastraum zu kreuzen – Streetfood-Stand, Sitzbereiche und Lieferbetrieb laufen parallel.

Restaurant-Umbau im Bestand: Denkmalschutz und laufender Betrieb

Negishi Basel: Gastraum mit Fransenlampen, roter Deckendrapierung und mintgrün gefliester Sushi-Bar.

Die meisten Gastroprojekte sind Umbauten: Lüftung, Fettabscheider und Raumhöhen geben den Rahmen vor, und oft soll der Betrieb weiterlaufen, während gebaut wird. Das Negishi in Basel (2023) haben wir als Facelift unter laufendem Betrieb modernisiert: Die Struktur blieb, technische Mängel wurden behoben, das Erlebnis für den Gast wurde erneuert – erzählt über die Legende des «Tiger».

Beim Marché Deitingen Süd (2024) setzte der Denkmalschutz den Rahmen: Die Betonschalen von Heinz Isler blieben unangetastet, die Einbauten stehen als reversible Möbel im Raum – German Design Award 2025, Stufe «Winner».

Gastrokonzept für Ketten: eine Marke, mehrere Standorte

Nächtliche Ladenfront in der Passage: orange 'negishi'-Leuchtschrift und rote Sushi-Kanji hinter Glas.

Bei einem Kettenkonzept ist die erste Frage keine gestalterische: Welche Elemente müssen an jedem Standort identisch sein, damit die Marke erkennbar bleibt – und wo darf die Fläche abweichen, damit sie an ihrem Ort funktioniert. Negishi hat uns dreimal beauftragt: 2022 in Winterthur als Take-away mit Stehbar statt Sitzplätzen, 2023 in Basel mit dunklem Holz und rotem Neonlicht, 2025 am Hauptbahnhof Zürich mit der Chromstahl-Showküche in der Raummitte.

Was am ersten Standort geklärt ist, muss am zweiten nicht neu verhandelt werden – daran hängen die Kosten jedes weiteren Lokals.

Restaurant Design, das den Alltag aushält: Material, Akustik, Licht

Bedienung an der Ausgabetheke der Cafeteria ZAHA, im Hintergrund Sitzbar am Fenster

Gastronomie ist Hochfrequenz: Oberflächen werden täglich gereinigt, Tische verschoben, Stühle gestossen. Wir wählen Materialien, die in Würde altern, statt abgenutzt zu wirken – in der Cafeteria ZAHA verzeiht der Terrazzo Kratzer, das massive Kiefernholz dämpft zugleich den Schall. Akustik wird im Entwurf entschieden, nicht nach der Eröffnung.

Licht muss zweierlei können: die Arbeit hinter der Theke zeigen und Gästen einen Grund geben zu bleiben – mittags wie abends. Beim Coop Restaurant in Aarau (2025) arbeiten Tageslicht und warmes Kunstlicht mit natürlichen Materialien zusammen.

Innenarchitekt für Restaurant und Bar: Kosten, Bewilligungsabklärung, Bauleitung

Hochtische und Barhocker an der Fensterfront, davor eine Sitzbank aus rötlichem Terrazzo mit Eichenauflage

Ein Restaurantprojekt braucht früh zwei Zahlen: Kosten und Eröffnungstag. Als Innenarchitekt für Gastronomie in Zürich beginnen wir, wo nötig, mit einer Vorstudie: Grundrissvarianten, Abklärung der Bewilligungsfähigkeit bei der Behörde, Grobkostenschätzung – für die Bowl-Bar Kaisin an der Freischützgasse (2022) mit ±20 % als Basis für den Mietentscheid. Belastbar wird der Preis in der Ausschreibung, mit vergleichbaren Offerten vor dem Baustart.

Danach übernehmen wir Ausführungsplanung und Bauleitung, führen die Handwerker bis zur Abnahme und legen offen, was eine Änderung kostet, bevor sie ausgeführt wird.

Häufige Fragen zur Innenarchitektur für Restaurants, Bars und Cafeterias

Was Auftraggeber vor einem Gastro-Projekt wissen wollen

FAQ

Eine Zahl ohne Fläche, Bestand und Haustechnik wäre geraten. Deshalb steht bei uns früh eine Grobkostenschätzung; belastbar wird der Preis in der Ausschreibung, wenn Gewerke definiert und Offerten vergleichbar sind – vor dem Baustart, nicht auf der Baustelle. Unser Honorar richtet sich nach dem Leistungsumfang. Die Schritte bauen aufeinander auf und werden einzeln abgeschlossen – nach einer Machbarkeitsstudie entscheiden Sie frei, ob es weitergeht. Das Erstgespräch ist kostenlos.

In fünf Schritten: Analyse, Konzept, Entwurf, Planung und Umsetzung – im Detail beschrieben im Abschnitt «So arbeiten wir». Entscheidend ist die Reihenfolge: Erst wird der Betrieb geklärt, dann der Raum entworfen. Fachplaner für Küche, Lüftung, Kälte und Schallschutz sind separate Mandate, die wir bereits im Entwurf beiziehen und koordinieren. Produziert wird nicht bei uns, sondern in Werkstätten und von Unternehmern, die wir ausschreiben und kontrollieren. Über alle Phasen haben Sie eine Ansprechperson.

Systemgastronomie auf kleiner Fläche wie Negishi Winterthur braucht für die Planung typischerweise vier bis sechs Monate; dort war zudem eine enge Taktung nötig, damit der Bahnhofsbetrieb nicht gestört wurde. Umbauten mit Denkmalschutz, Bewilligungsverfahren oder aufwändiger Lüftungstechnik brauchen entsprechend mehr Vorlauf. Gerechnet wird vom Eröffnungstag her zurück: Wir setzen ihn zuerst und legen alle Termine davor.

Mit entsprechender Vorbereitung ja. Das Negishi in Basel wurde 2023 als Facelift im Bestand unter laufendem Betrieb modernisiert: Die Struktur blieb erhalten, technische Mängel wurden behoben, das Erlebnis für den Gast erneuert. Wie viele Schliesstage ein Umbau braucht, hängt von Haustechnik, Küche und Etappierung ab – das klären wir vor dem ersten Bautag, nicht erst, wenn die Handwerker auf der Fläche stehen.

Bevor der Mietvertrag unterschrieben ist. Eine Machbarkeitsstudie klärt, ob sich die gewünschte Nutzung auf der Fläche baurechtlich und technisch umsetzen lässt und was der Umbau grob kostet. Für Kaisin an der Freischützgasse im Zürcher Kreis 4 umfasste das 2022 Grundrissvarianten, die Klärung von Rückbau und Lüftung, die Abklärung der Umnutzung mit dem Kreisarchitekten und eine Grobkostenschätzung mit ±20 %. Das Ergebnis darf auch gegen eine Fläche sprechen.

Über den Umsatz entscheidet die volle Stunde: wie viele Gäste die Fläche dann aufnimmt und wie schnell bestellt, serviert und abgeräumt wird. Je nach Konzept zählt Durchfluss oder Verweildauer – in Winterthur die Stehbar im Pendlerstrom, am Hauptbahnhof Zürich Take-away, Konsumation und Showküche auf rund 80 m², in Basel ein Raum mit dunklem Holz und atmosphärischer Beleuchtung, der auf längeres Verweilen ausgelegt ist. In der Cafeteria ZAHA der EPFL wurde die Ausgabe in einer Schlange aufgebrochen, damit sich zu Stosszeiten keine Staus bilden.

Im Entwurf, nicht nach der Eröffnung – wer die Akustik erst dann angeht, behandelt ein Symptom. Wirksam sind Polsterbänke mit hohen Rückenlehnen und akustisch wirksame Holzelemente, die wie beim Marché Deitingen Süd den Schall brechen, ohne die offene Optik zu zerstören. In der Cafeteria ZAHA der EPFL in Lausanne reduzierten Holzlamellen und offenporige Oberflächen den Nachhall so weit, dass der Raum auch ausserhalb der Essenszeiten als Arbeitsplatz attraktiv ist. Massives Holz dämpft zusätzlich und fühlt sich warm an.

Wer ein Restaurant einrichtet, braucht Materialien, die Reinigung und Gebrauch aushalten und dabei eine Patina entwickeln, statt abgenutzt zu wirken: Terrazzo und massives Kiefernholz wie in der Cafeteria ZAHA, Naturstein und Harthölzer wie im Negishi Basel, Eiche und Leder wie beim Marché Deitingen Süd, wo sie den Sichtbeton ergänzen, ohne mit ihm zu konkurrieren. Entscheidend ist, wie die Oberfläche nach drei Jahren Betrieb aussieht, nicht am Eröffnungstag.

Ein Gastrokonzept legt fest, welche Elemente die Marke an jedem Standort tragen und wo Grundriss, Küche und Sitzplatzmix der jeweiligen Fläche folgen dürfen. Soll ein Konzept wachsen, übersetzen wir es in eine Rollout-Grundlage: definierte Materialien, Möbel- und Ausbautypen, Regeln für die Beschriftung und Toleranzen, innerhalb derer ein Standort abweichen darf. Wie das bei Negishi an drei Standorten aussieht – Stehbar in Winterthur, Showküche am Hauptbahnhof Zürich –, zeigt der Abschnitt zum Gastrokonzept für Ketten.

Was Küche, Lüftung, Fettabscheider, Kälte und Schallschutz brauchen, klären wir mit den Fachplanern des Projekts – separate Mandate, die wir koordinieren – bereits im Entwurf. Die Lichtplanung legt Leuchtenpositionen, Elektroplanung und Deckenaufbau fest; Möblierung, Material und Zonierung werden am Grundriss ausgearbeitet. Dazu die Bewilligung: Bei einer Umnutzung braucht es in der Regel eine Baubewilligung, je nach Kanton mit Vorgaben zu Abluft, Lärm, Brandschutz und Hygiene, sowie die gastgewerbliche Bewilligung des Betreibers.

Das Erstgespräch ist kostenlos. Ein kurzes Telefonat klärt, welche Fragen Ihre Fläche zuerst beantworten muss – und ob sich eine Machbarkeitsstudie lohnt. +41 44 221 97 39 · info@galadesign.ch · GALA Design AG, Hardturmstrasse 161, 8005 Zürich.

Restaurant geplant? Klären wir zuerst, was die Fläche kann.

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